ÖFFENTLICHE INTIMITÄT
Telefonieren im öffentlichen Raum, November 1999, gefördert vom Kunstfonds e.v. Bonn

Die zunehmende Verbreitung des Mobiltelefons hat den öffentlichen Raum entscheidend verändert. Früher trennte der architektonische Raum der Telefonzelle Privates von Öffentlichem. Im Gegensatz dazu findet jedes Handytelefonat unverortet – obwohl jederzeit ortbar – in der Öffentlichkeit statt. Mobiltelefonieren wird zu einer ungeregelten Situation, die immer von allen Beteiligten als interaktive Handlung mitbestimmt wird.
Am Karlsplatz wehen vier weiße Fahnen, die den roten Schriftzug »Willkommen« und das Logo des Department tragen. Aus Lautsprechern ertönt in regelmäßigen Abständen typisches Handyklingeln. Eine freundlich-bestimmte Frauenstimme sagt: »Hallo, wir begrüßen die durch Anruf anwesende, unsichtbare Person im öffentlichen Raum.« Das Department für öffentliche Erscheinungen benutzt in seiner audio-visuellen Installation das typische Erscheinungsbild städtischer Begrüßungszeremonien und die Form öffentlicher Durchsagen.


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Konzept // MOBILINE
Aktion // MOBILINE-Teststrecke
Aktion // 10 Jahre <rotor>, Graz
Info // MOBILINE in China


Aktion // MOBINE in Tirana
Aktion // MOBINE in Ljubljana
Aktion // Öffentliche Intimität, München
Ausstellung // 10 Jahre <rotor>, Graz


Ausstellung // Kunsthalle Baden-Baden
Ausstellung // National Gallery, Tirana
Ausstellung // Galeria Skuc, Ljubljana
Video // MOBILINE